Semperoper Erleben

Die Semperoper entdecken

Als ein Haus mit Weltruhm strahlt die Semperoper weit über die Grenzen Deutschlands hinaus. Sie ist eines der schönsten und bekanntesten Opernhäuser weltweit. Von Ballettaufführungen bis hin zu Solistenkonzerten – mit ihrem abwechslungsreichen Repertoire ist die Semperoper ein fester Bestandteil des kulturellen Lebens in Dresden.

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Das Haus

Der Auftakt auf dem Dach

Der Auftakt auf dem Dach

Wussten Sie, dass die Semperoper von vier Panthern bewacht wird? Bei uns sind es zur Abwechslung keine Pferde, denn unser Haus- und Hofgott Dionysos schart immer gern schöne Frauen und wilde Tiere um sich.

Die 5-Minuten-Uhr von Lange & Söhne

Das Intermezzo über der Bühne

Eine der vielen baulichen Besonderheiten in der Semperoper ist die digitalanzeigende Fünf-Minuten-Uhr. Sie zeigt die Stunden in römischen Ziffern, die Minuten in arabischen Ziffern im Fünf-Minuten-Takt. Eine außergewöhnliche Konstruktion, die ihren Ursprung in rein praktischen Überlegungen hat. Der Dresdener Uhrmacher Friedrich Gutkaes bekam beim Bau der ersten Semperoper im Jahre 1839 den Auftrag, eine Uhr zu entwerfen, die aus allen Rängen gut lesbar ist. Aufgrund des beschränkten Platzes entschied er sich gegen ein rundes Ziffernblatt. Dabei schuf er ein ausgeklügeltes technisches Meisterwerk. Auch nach dem Brand im ersten Bau der Oper 1869 und nach der Zerstörung im Jahr 1945 wurde in leicht veränderter Form wieder eine Fünf-Minuten-Uhr angebracht. Inzwischen läuft sie mit elektrischen Motoren.

Zahlreiche Muschelornamente sorgen für eine bessere Verteilung des Schalls

Die Ouvertüre im Zuschauersaal

Meeresrauschen in der Semperoper? Seit 1878 ermöglicht Sempers spezielle Konstruktion der Ränge einen unvergleichlichen Klang, der auf keinem Platz etwas vermissen lässt.

Baugeschichte

Die Dresdner Oper hat eine lange und bewegte Geschichte - genau wie ihre Theaterbauten. Einer der ersten Vorgängerbauten der Semperoper war das "Klengelsche Opernhaus", dessen Eröffnung am 27. Januar 1667 gleichzeitig als die Gründung der Dresdener Oper gilt. Das erste Opernhaus von Gottfried Semper wurde im Jahr 1841 eröffnet. Das Rundhaus galt damals als das schönste Theater der Welt. Nachdem ein Brand den Bau 1869 zerstörte, wurde 1878 die Oper in ihrer heutigen Form eröffnet. Nach der Zerstörung durch die Luftangriffe 1945 besaß die Sächsische Staatsoper kein eigenes Haus mehr. Der Wiederaufbau der Semperoper mit Hilfe vieler originaler Baupläne wurde 1985 fertiggestellt und mit Carl Maria von Webers "Der Freischütz" eröffnet.

Musikgeschichte

Theaterzettel Uraufführung Tannhäuser von Richard Wagner

Richard Wagner

Große Namen waren von Beginn an fest mit der Dresdner Oper verbunden. Richard Wagner wurde im Jahr 1848 Hofkapellmeister. Seine Stücke „Rienzi", „Der fliegende Holländer" und „Tannhäuser" wurden hier uraufgeführt.

Robert Sterl: Ernst Edler von Schuch dirigiert den Rosenkavalier von Richard Strauss, 1912

Ernst von Schuch

Unter Ernst von Schuch, der von 1889 bis 1914 Generalmusikdirektor war, gab es über 40 Uraufführungen, darunter „Salome", „Elektra" und „Der Rosenkavalier" von Richard Strauss.

 
Theaterzettel Uraufführung Elektra von Richard Strauss

Richard Strauss

Die besondere Verbindung zwischen Strauss und der Semperoper wird vor allem dadurch deutlich, dass zwischen 1901 und 1938 neun der fünfzehn Opern Strauss in Dresden uraufgeführt wurden. Doch auch in jüngerer Vergangenheit war Dresden immer wieder Bühne für Uraufführungen.

Hinter den Kulissen

Ohne Maske und Kostüm keine Operninszenierung. Das ist für viele selbstverständlich. Aber wussten Sie, dass die Oper ihre eigene Tapeziererei, Tischlerei und Schlosserei besitzt? Der tägliche Spielbetrieb kommt nicht ohne eine Vielzahl von Gewerken aus, die hier alle unter einem Dach vereint sind. Über 160 Mitarbeiter sorgen dabei in den Dekorations- und Kostümwerkstätten sowie in der Maskenabteilung für eine gelungene Inszenierung der einzelnen Stücke. Während die Zuschauer meist nur die fertige Produktion zu sehen bekommen, ist hinter den Kulissen noch eine Menge mehr los. Verwaltung, Technik und Marketing gehören dabei genau so dazu wie das Esemble, die Staatskapelle oder das Semperoper Ballett. Die Oper als Großbetrieb.